ÜBER UNS

Zielsetzung/Inhalte

Das Kultur- und Jugendzentrum Charlottenburg in Spenge bietet auf über 900 m² über 4 Etagen viel Platz und Möglichkeiten für Angebote der Offenen Jugendarbeit, für Projekte und Workshops im kreativen, musischen oder medialen Bereich, für Ferienaktionen und -Wochen, für Veranstaltungen, Theater- oder Musikevents und vieles mehr.

Offene Kinder-, Jugend- und Kulturarbeit versteht sich als Forum für Freizeitgestaltung und ist zwischen z.B. Schule, Beruf oder Elternhaus eine Instanz für Bildungs- und Sozialisationsprozesse. Unser Ziel ist es, durch die Förderung von Kommunikations-, Lern-, Erfahrungs- und Verständigungsprozessen, die Bildung und Entwicklung einer umfassenden Persönlichkeit zu unterstützen.

Die Offene Kinder- und Jugendarbeit ist ein Teilbereich der professionellen Sozialen Arbeit mit einem sozialräumlichen Bezug und einem sozialpolitischen, pädagogischen und soziokulturellen Auftrag.  Offene Arbeit begleitet und fördert Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg in die erwachsene Selbstständigkeit und Mündigkeit und integriert sie in gesellschaftliche Prozesse. Der niederschwellige Zugang zu ihren Angeboten und ihre spezifischen Arbeitsprinzipien begünstigen den Erwerb von Bildungsinhalten, die für alltägliche Handlungs- und Sozialkompetenzen wichtig sind. Insbesondere für bildungs- und sozial benachteiligte junge Menschen leistet Offene Kinder- und Jugendarbeit einen Beitrag zur Integration und Vermeidung von Ausgrenzung.

Das SGB VIII (KJHG Kinder und Jugendhilfegesetz) legt die übergeordneten Rahmenbedingungen für die Offene Kinder- und Jugendarbeit fest.

Demnach soll Jugendhilfe laut den §§ 1, 8, 9 und 11:

  • junge Menschen in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten fördern
  • dazu beitragen, Benachteiligung zu vermeiden und abzubauen
  • Mädchen und Jungen gleichberechtigt zur Selbstbestimmung befähigen und zu gesellschaftlicher Mitverantwortung und sozialem Engagement anregen
  • Eltern und andere Erziehungsberechtigte beraten und unterstützen
  • Kinder und Jugendliche vor Gefahren für ihr Wohl schützen
  • dazu beitragen, positive Lebensbedingungen für junge Menschen und ihre Familien sowie eine kinder- und familienfreundliche Umwelt zu erhalten oder zu schaffen
  • §11 SGB VIII legt die Schwerpunkte der Kinder- und Jugendarbeit als außerschulische Jugendbildung mit eigenständigem Bildungsauftrag neben der Schule fest. Ihre Angebote richten sich an alle Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Sie soll am Alltag, der Lebenswelt und dem Interesse junger Menschen ansetzen und basieren auf freiwilliger Teilnahme:
  • (1) Jungen Menschen sind die zur Förderung ihrer Entwicklung erforderlichen Angebote der Jugendarbeit zur Verfügung zu stellen. Sie sollen an den Interessen junger Menschen anknüpfen und von ihnen mitbestimmt und mitgestaltet werden, sie zur Selbstbestimmung befähigen und zu gesellschaftlicher Mitverantwortung und zu sozialem Engagement anregen und hinführen.(2) Jugendarbeit wird angeboten von Verbänden, Gruppen und Initiativen der Jugend, von anderen Trägern der Jugendarbeit und den Trägern der öffentlichen Jugendhilfe. Sie umfasst für Mitglieder bestimmte Angebote, die offene Jugendarbeit und gemeinwesenorientierte Angebote.(3) Zu den Schwerpunkten der Jugendarbeit gehören:1.außerschulische Jugendbildung mit allgemeiner, politischer, sozialer, gesundheitlicher, kultureller, naturkundlicher und technischer Bildung,2.Jugendarbeit in Sport, Spiel und Geselligkeit,3.arbeitswelt-, schul- und familienbezogene Jugendarbeit,4.internationale Jugendarbeit,

    5.Kinder- und Jugenderholung,

    6.Jugendberatung.

    (4) Angebote der Jugendarbeit können auch Personen, die das 27. Lebensjahr vollendet haben, in angemessenem Umfang einbeziehen.

Mitarbeitende

Rundgang

Geschichte

Die Charlottenburg wurde 1827 als Wohnhaus von Ludolph Philipp Gottlieb Seippel und seiner Frau Sophie Catharina Friederike Juch erbaut. Zum Dank an ihre Umterstützerin Frau Landrat Charlotte Amalie von Korf wurde der Hof  „Charlottenburg“ genannt.

Bis in die 70er Jahre war das Haus privat bewohnt. Nachdem die Jugendarbeit in Spenge in Räumen unter der Stadthalle begonnen hatte, wurde 1976 die Charlottenburg als Jugendzentrum umgebaut, eines der ältesten im Kreis Herford.

Nach einigen Um- und Anbauten in den 80er Jahren, wurde die Charlottenburg 1992 grundlegend renoviert und eröffnete mit neuem Konzept als Kultur- und Jugendzentrum.


25 Jahre danach war wieder eine Sanierung fällig: im Sommer 2017 begann eine umfassende Sanierung und Teilneubau des Hauses. Unter über 1000 Bewerbungen erhielt die Stadt Spenge einen Zuschuss zur energetischen und behindertengerechten Sanierung vom Bund. Mit dem Eigenanteil der Stadt flossen nun ca. 1,4 Mio Euro in den Umbau Am 7.7.2018 wurde das Haus in „Neuem Glanze“ wiedereröffnet. Jetzt präsentiert sich die Charlottenburg heller und offener mit noch mehr Platz und Möglichkeiten…